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Tagebuch der JEM 2019 in Faaborg/Dänemark

 


 

Freitag, 12.07.2019

 

Der Tag startete für die Ferienhaus Bewohner deutlich trockener als für die Camper. Diese hatten nämlich das Glück nach einer durchnässten Nacht wieder in triefende Segelmontur zu steigen. Ziemlich unerwartet, aber zur Begeisterung aller, war mehr Wind als angesagt. Somit waren alle Bedingungen vom Wind in dieser Woche vertreten. Jan begrüßte uns super motiviert. Und wie IMMER in Rekordzeit, waren alle auf dem Wasser. Aufgrund des fehlenden Windes, suchten sich die Segler ablenkende Beschäftigungen. Als wohl witzigste Idee stellte sich das Werfen einer großen Qualle in Lukas Boot heraus. Gleich beim ersten Start bekleckerten wir uns nicht mit Ruhm, indem kein Boot während des Startsignals unterhalb der Linie war. Leider blieb der lange Weg in unser bereits durch viele Kenterungen markiertes Regattagebiet aus, da die Masters mit ihrer Meisterschaft dieses bereits besetzt hatten. Übermäßige Motivation vorne zu segeln hatten wir auch bei der nächsten Übungsreihe, da der beste Lauf gestrichen wurde. Da bis zur Mittagspause niemand näheren Kontakt zum Wasser aufgebaut hatte, holte Bennet dies zehn Meter vor dem Steg nach.

 

Damit der Plan des Trainers aufging, den Start der Masters zu begutachten, wurde uns heute nur eine Stunde Mittagspause gegönnt. Nach Speis und Trank beendeten wir unsere Trainingsregatta mit zwei letzten Rennen. Um jeglichen Komplikationen während der Meisterschaft aus dem Weg zu gehen, besprachen wir mit Jan abschließend die Segelanweisung. Um die Trainings Woche würdig abzuschließen, gingen wir am Abend alle gemeinsam Essen. Bei dem allen Seglern ein Dessert von Thomas spendiert wurde.

 

Kommen wir nochmal zum spannendsten Teil des Berichts, der Zustand von Bennets Segel. Zwar hat es gleich in den ersten Stunden des Trainings den Geist aufgegeben, aber um dem Segel zu Gedenken hat Caro stolz die Segellatten in ihrem Segel aufgenommen.

 

Jenny & Bennet

 

1364        1458

 


 

Donnerstag, 11.07.2019

 

Der Tag begann damit, dass wir hochmotiviert in unsere nassen Neoprenanzüge stiegen. Nach der Besprechung, die wie jeden Tag um 10 Uhr war, ging es auch schon aufs Wasser. Dort stellten wir schnell fest, dass es komplett neue Bedingungen gab, da der Wind auf Süd gedreht hat. Wir kreuzten also Richtung Regattagebiet. Dort machten wir dann Starts bei denen uns Vorgaben gemacht wurden, wo wir starten sollten. Dies klappte nicht immer gut. Die Übung zog sich in die Länge und wir hatten nur wenig Zeit für andere Übungen. Es blieb daher nur bei einer Hasenjagd heute. Dafür konnten wir einige Runden die 4er-Übung machen. Dabei muss man nach dem Start vier Wenden machen, ein Kringel um das Motorboot machen und dann mit vier weiteren Wenden bis zu Tonne kommen. Auf dem Vormwind sollte dann noch vier Mal gehalst werden. Nun ging es in den Hafen. Während der Mittagspause nahm der Wind ab. Nach einer weiteren kurzen Besprechung fuhren wir wieder raus. Dort stellten wir fest, dass der Wind noch mehr abgenommen hat als angenommen. Das sorgte für große Verwirrung, wodurch der Pfadfinder-Start auch nach dem zweiten Versuch nicht klappte. Als dann alles geregelt war kreuzten wir ein Stück hoch um unsere Wertungswettfahrten zu machen. Dabei stießen Frederick Boohne, Karsten Lülloff und Jürgen Oster dazu. Nach mehreren kollektiven Frühstarts schrie Jan erbost "BLACK FLAG!!!". Der nächste Start ging dann durch und wir segelten unsere einzige Wertungswettfahrt. Mehr war dann nicht möglich, da der Wind noch mehr nach ließ. Nach einem ewigen Halbwind erreichten wir den Hafen, befreiten unsere Boote von Salzwasser und hielten eine kurze Nachbesprechung. Am Abend lasen wir natürlich alle noch die Segelanweisung und dann war der vorletzte Trainingstag auch schon zu Ende.

 

Statusbericht Bennet's Segel: Es ist noch kein weiterer Riss in seinem Segel vorhanden.

 

Larson (GER 1780) & Lukas (GER 1583)

 


 

Mittwoch, 10.Juli

Heute Morgen sind wir wie gewohnt um 10 Uhr gestartet. Dieses Mal ohne Straf-Burpees. Vielleicht haben wir uns deshalb nicht sehr beeilt und Janni wartete ungeduldig auf dem Motorboot. Mit dabei war heute auch Jörg Menke. 

Wie üblich traten wir die lange Reise zum Regattagebiet an, wobei dieses mal alle trocken blieben. Das Training begann mit der Hasenjagd. Auch heute waren die Jäger teils schneller als die Hasen. (Trainer Janni meinte allerdings, dass die Gejagten sich heute schon um einiges besser geschlagen haben als am Vortag). Im Laufe des Trainings nahm der Wind stetig ab und für die Mysterystarts blieb nur noch ein laues Lüftchen, welches hin und wieder von drehigen Böen abgelöst wurde. Mit von der Partie war ebenfalls das Papparazziboot bzw. Familie Kopp mit Kamera. 

 

Um die lange Kreuz zurück abwechslungsreicher zu gestalten machten wir die Schwedenübung. Zur kurzen Erklärung: Nach einem Pfadfinderstart befinden sich alle Boote auf dem gleichem Bug. Nach ca. 1 Minute beginnt das Schiff in Lee vom Feld mit einer Wende und muss versuchen über das gesamte Feld rüberzufahren. 

Dabei erkundeten wir die südliche Seite der Bucht, nicht wie üblich die nördliche Seite. Mithilfe eines  skurrilen Halbwindes, der mehr einem Amwind glich, näherten wir uns wieder der Stadt. Schließlich im Hafen angekommen handelten wir mit Jan eine etwas längere Pause aus. 

Gestärkt und mit neuer Motivation ging es in die Nachmittagsrennen. Ausnahmsweise ohne einen langen Hinweg, wurde das drei Minuten Signal kurz vor dem Hafen gepfiffen. Der Wind hatte etwas aufgefrischt und Søren Johnsen und Karsten Lülloff stiegen mit in die Rennen ein. In zwei weiteren Wettfahrten unter sehr drehigen Bedingungen zeigte uns Søren wo der Hase lang läuft. Obwohl der Tag im der ersten Einheit ohne Kenterungen zu Hoffnung veranlasste, forderte der Vorwind seine Opfer (Bennet fiel rückwärts aus dem Boot!).

Früher als die letzten Tage beendeten wir den Segeltag. 

 

Statusupdate: Bennets Segel weist keinen neuen Riss auf, allerdings traf es heute Caros und Larsons Segel, Ehrenpunkte für Nadjas Flautengummi, das ebenfalls aus der Crew flog.

Nadja GER 1754 und Ben GER 1415

 


Dienstag, 09.07.2019

 

Fangen wir mit dem Wichtigsten an: Bennets Segel weißt heute noch keinen Riss auf!

Wir starteten wie am Tag zuvor um 10 Uhr direkt mit 20 bzw. 30 Burpees (für die Zuspät-Kommer). Um weitere Burpees zu vermeiden, strengten sich dieses mal alle an, möglichst zügig den Hafen zu verlassen. Voller Begeisterung stürzten sich alle auf die Halsen-Acht, wobei der ein oder andere Absprung ins Wasser nicht aus blieb. Wer bis dahin noch nicht mit der Wassertemperatur vertraut war, hatte auf einem langen Vorwind mit unzähligen Halsen und Kringeln erneut die Möglichkeit diese zu testen.
Im Regattagebiet angekommen, starteten wir mit der vom Tag vorher offen gebliebenen Übung, dem Linienlauf. Da Trainer Jan unsere Startschleife von Montag noch als ausbaufähig befand, stand diese danach erneut auf dem Programm - vermutlich aber auch morgen wieder.
Dabei stießen wir auf die Vorteile von Treibtonnen! Dank dieser konnten wir völlig neue Gebiete, fernab des Regattagebietes erkunden. Eine unerwartete Sandbank mit Steinen sorgte für kurze Panik und allgemeines hektisches Schwert-hochziehen. Wieder zurück im kentersicheren Terrain, folgte die Hasenjagd, in der einzelne Segler zeitiger starteten und ihre Position halten sollten - nicht allen Hasen gelang die Flucht. Nach drei Stunden purer Anstrengung glich der Hafen einem kleinen Punkt am Horizont, wobei selbsterklärend ist, wie groß die Begeisterung da auf eine lange Kreuz zurück war.

Aber auch die gefühlte Weltreise überstanden alle, sodass es um 15:30 Uhr gestärkt und mit neuer Motivation weiter ging. Bei anhaltenden 16 Knoten und starken Böen ging es wieder in das Regattagebiet, um Wertungswettfahrten zu segeln. Zusammen mit zwei Master-Seglern fuhren wir drei Wettfahrten. Da einige von Böen überrascht wurden, mangelte es auch in der zweiten Traingseinheit nicht an Badespaß. Die Kreuz in den Hafen gestaltete sich nicht nur durch die Fähre und einen Kitesurfer abwechslungsreich, sondern auch durch den spontanen Wechsel in die Pfiffübung.
Nach dem Einlaufen in den Hafen, konnten wir auch die letzte Trainingsteilnehmerin begrüßen. Auf Empfehlung des Trainers rafften sich die motivierten Segler zu einer letzten Joggingrunde auf. Völlig erschöpft, aber hoffentlich ohne Muskelkater morgen, blicken wir auf einen erfolgreichen Trainingstag zurück.


Caro GER126 & Tamara GER1579

 


 

Montag, 08.07.2019

Wir trafen uns heute segelfertig um 10 Uhr im Hafen. Heute waren wir schon zu Zehnt. Nach einer kurzen Begrüßung, der Auslosung der Berichteschreiber und einer Vorbesprechung von Janni, ging es schon aufs Wasser. Bei durchschnittlichen 15kn und Böen bis 20kn, haben wir zu Beginn viele Kenterungen gesehen. Als wir dann endlich im Regattagebiet angekommen sind, sind wir up-down gefahren mit vielen Manövern. Anschließend haben wir eine 15 minütige Startschleife durchgeführt. Während des einzigen Mysterystartes ist zum ersten Mal an diesem Tag Bennets Segel gerissen und er wurde anschließend von Janni geschleppt. Dann sind wir noch eine Ewigkeit reingekreuzt und waren gegen 14 Uhr zur Mittagspause im Hafen.

 

 

Um 15.30Uhr trafen wir uns zur Nachmittagseinheit bei angeblich weniger Wind. Doch unsere Hoffnungen nach der anstrengenden 1. Einheit wurden schnell zerstört. Als wir nach einem langen Vormwind wieder im Regattagebiet angekommen sind, fuhren wir 2 Rennen. Und schon wieder! Bennets Segel…gerissen!!! (Morgen will er sein Neues draufziehen, es bleibt also spannend. Fortsetzung folgt…) Dann hieß es wieder für eine lange Zeit in den Hafen kreuzen. Gegen 18.30 Uhr waren wir nach einem anstrengenden Tag wieder im Hafen und waren später noch joggen. 

Wir freuen uns auf den morgigen Tag und auf die 20 Burpees, weil wir angeblich zu lange zum Rausslippen gebraucht haben.

Luisa(GER 107) und Sophie (GER 1685)

 


 

Einleitung

Wie im letzten Jahr auf der Euro am Gardasee, berichten wir auch in diesem Jahr wieder täglich von der Jugendeuro. Diese findet im Süden der dänischen Insel Fünen in Faaborg statt. Für elf deutsche Teilnehmer beginnen die zwei Wochen in Dänemark mit einer Trainingswoche unter der Leitung von Jan Düllmann, Trainer des Europe-Team Niedersachsen. Weitere deutsche Segler werden Ende der Woche noch anreisen und dann direkt in die Euro einsteigen.

 

 

Heute Morgen um 10.00 Uhr versammelten sich zehn Segler pünktlich und segelfertig zur Begrüßung und Vorbesprechung auf dem Vereinsgelände. Mit dabei fünf Segler vom Dümmer, vier Segler aus Partwitz und Ben aus Ratzeburg. Muriel aus Güstrow wird dann am Mittwoch noch erwartet. Im Rahmen der Begrüßung wurden dann die „Freiwilligen“ für die Tagesberichte ausgelost. Jeweils zwei Segler werden von ihren Erlebnissen auf dem Wasser berichten. Heute haben wir ziemlich herausfordernde Bedingungen um die 20 Knoten und viel Sonnenschein. Die Stimmung ist prima, wie man dem Gruppenbild entnehmen kann.

Drückt allen deutschen Seglern in der nächsten Woche die Daumen, dass wir ähnlich erfolgreich wie im Vorjahr unsere Farben vertreten werden.

Jörg Menke

 - Regionalobmann Niedersachsen -


 

 

 

 

 

 

 

 

 

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