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Kürzlich war hier auf der DEKV-Homepage ein Artikel von André zu lesen, in dem er etliche Eigner jüngerer Europes aufforderte, Measurementforms ihrer Rümpfe nachzuliefern. Da wird sich der eine oder andere gefragt haben, wozu das überhaupt notwendig sein soll.

Hier mal eine Erfahrung dazu.

Vor etwa 3 Jahren bekamen wir die Frage, ob wir wohl Interesse an einem ziemlich alten Europe-Rumpf hätten.  Dazu gäbe es kein Zubehör mehr und auch kein Interesse, dieses Boot wieder zum Segeln zu bringen. Die Alternative würde Verschrottung sein. Also sagten wir erstmal ja zu dem Angebot und bekamen das Boot sogar geliefert. Dann lag das Teil – farblich zwar ganz ok, aber total verschmutzt und etliche Modernisierungsversuche sehr dilettantisch vorgenommen – erstmal im Regal. Irgendwann haben wir ca. 3 Säcke Styroporbruch aus den Lufttanks geschüttelt, die mißlungenen Umbauten zurück gebaut und wieder länger nichts mehr getan. Seit diesem Frühjahr ist daraus nun wieder ein segelklares Boot mit ordentlicher Streckerführung, funktionierendem Traveller und Lenzern geworden. Über das Ostertraining in Barth und den Bernsteinpokal in Ribnitz gab es den umfassenden Härtetest, bei dem sich herausstellte, daß insbesondere die Lufttanks dicht waren und auch sonst – zeitgemäß ausgestattet - alles Wesentliche gut funktionierte.

Ausser der Lizenzplakette des Herstellers gab es keinerlei Unterlagen oder sonstige Informationen über die Herkunft des Bootes. Wir konnten nur das Baujahr zwischen 1980 – 85 vermuten. Vor ein paar Tagen schrieb ich nun André, der aktuell das DEKV-Archiv mit den Vermessungsunterlagen hütet, gab ihm die Lizenznummer und fragte nach eventuell vorhandenen Papieren sowie einer diesem Rumpf zugeteilten Segelnummer. Nur ein paar Stunden später hatte ich die Antwort  mit den vollständigen Unterlagen des Rumpfes sowie der immer noch gültigen Segelnummer. Mit unserer Schätzung des Baujahres lagen wir sehr gut, 1980 war den Unterlagen zu entnehmen und nun wird GER 520 das eine oder andere Mal wieder auf den Regattabahnen dabei sein.

Fazit aus dieser Geschichte:

Nun schon zum 2. Mal sind wir durch das Archiv der Bootspapiere zu  den vollständigen Unterlagen einer Europe gekommen. Auch Matthias´ GER 160 hatte beim Kauf von der Erst - Eignerin keine Papiere mehr.

Ist ein Boot durch mehrere Hände gegangen, kann es immer sein, daß die Vermessungsunterlagen  unbeabsichtigt beim  Aufräumen und Aussortieren im Altpapier oder Schredder gelandet sind. Und obwohl sich jeder bemüht  das zu vermeiden, ist ein Verlust ja leider nicht vollständig auszuschließen.

Eine weitere Kopie zu ziehen - was man ja eigentlich sowieso für sich selbst tut - und sie an André zu senden, tut ja nicht weh. Zu wissen, daß es in diesem Archiv eine Quelle zur Wiederbeschaffung gibt, ist sehr beruhigend. Und es wäre echt blöd, in einem unerwarteten Augenblick erfahren zu müssen, daß die Registrierung incl. erteilter Segelnummer unvollständig oder gar ungültig wäre, weil man etwas  nicht getan hat… Die Liste der fehlenden Papiere ist nur ein paar Klicks weiter…

Eure Ute

   

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