24th Veteran World Cup
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- Erstellt am Samstag, 27. August 2011 20:00
- Geschrieben von Ute Müller
18th – 20th August 2011, YC Dyje Breclav, Nove Mlyny - Czech Republic
Um etwas mehr die freien Tage zum Erholen geniessen zu können reisten wir bereits am Montag dem 18.08. am Nove Mlyny an. Von einem heftgen Gewitter begrüßt, verschlechterte sich unsere Laune sehr. Schließlich waren die Wetterprognosen im Internet sehr sommerlich und von vielem Regen hatten wir in den letzten Wochen in Rostock wirklich genug.
Zwischen den Schauern schafften Battermanns und wir unsere Zelte aufzubauen und vor allem die Betten zu bauen. Als es dämmerte, trafen auch Rainer und Horst ein, denen dann alle mit Taschenlampen halfen, auch ihr Zelt noch aufzubauen.

Die Zeit auf dem Platz verbrachten wir damit, an den Booten noch etwas zu basteln, mit Rainers Wikingerspiel uns etwas Bewegung zu verschaffen und ansonsten unsere strahlend weißen Körper etwas Sonnenbräune zu verpassen. Am Mittwochabend wurde uns zum ersten Mal die Veranstaltungs – News an den Zelten vorbeigebracht, die wir in den folgenden Tagen immer morgens im Festzelt oder im Männerwaschraum fanden. Das war eine wirklich schöne Idee des Veranstalters.
Am Donnerstagmorgen begann ab 8 Uhr die Registrierung. Startgeld wurde bezahlt und jeder erhielt eine Tüte mit touristischem Infomaterial, einem Begrüßungsgeschenk und einer kleinen Weinflasche mit dem Veranstaltungslogo als Etikett.

Nach einer sehr schönen Eröffnung sollten ab 13 Uhr 3 Wettfahrten gesegelt werden. Der trickige und ziemlich böige Wind machte uns das Leben nicht ganz einfach. Ich nahm gleich mal ein Bad, was bei den Temperaturen nicht unangenehm war. Nur die verlorenen Plätze waren sehr ärgerlich. Alle 3 Wettfahrten wurden zügig hintereinander gestartet, weil abends ein Willkommensdinner vorgesehen war. Nach dem Segeln war nicht allzu viel Zeit uns landfein zu machen. Den Weg zum Hotel „Palava“ kannten wir schon, er führte für Flachlandbewohner ziemlich steil bergan.

Im Saal mit festlich gedeckten Tischen hatte Die Bedienung alle Hände voll zu tun, die Wasserkaraffen wieder nachzufüllen, bevor die ersten Gänge aufgetragen wurden. Zwischen den 4 Gängen gab es eine Vergabe von Sonderpreisen. Einen erhielt Heike mit ihrem Holzboot, Helmut wurde als ältester Teilnehmer geehrt, Ton Simons erhielt einen Preis als Teilnehmer mit dem längsten Bart und auch die Bademeister des Tages bekamen einen Motivationspreis.

Am Freitag wurden wir nach 2 vergeblichen Startversuchen und einer ausgegebenen Unwetterwarnung erstmal wieder an Land geschickt. Nachmittags, nachdem das Unwetter sich in anderer Richtung entfernt hatte, wurden noch 2 Wettfahrten gesegelt.

Anfangs hatten wir da auch gut Wind. Schon in der 1. Tageswettfahrt nahm er aber so deutlich ab, dass unser Wettfahrtleiter sich entschied, in der 2. Wettfahrt uns bereits nach dem Schenkel ins Ziel zu nehmen. Der Weg an Land dauerte dann etwas länger, weil der See inzwischen blank war.
Abends zog dann doch noch eine schwarze Wand hoch, eine neuerliche Unwetterwarnung ließ uns unsere Boote noch zusätzlich mit den Festmachern sichern. Dann fing es urplötzlich an zu blitzen und zu donnern, Regen und Hagel und Sturmboen tobten. Heringe von Zelten wurden gezogen, Stangen von Sonnensegeln flogen weg und Andy hing mit seinem ganzen Gewicht an der Wohnmobilmarkise, die sich nicht mehr einrollen ließ.
Nach einiger Zeit war alles vorbei und doppelte Regenbögen zierten den Himmel.
Später saßen wir dann bei schönstem Sternenhimmel noch lange zusammen.
Am letzten Segeltag ging es wieder zur üblichen Startzeit raus. Die Wettfahrtleitung bemühte sich einen Kurs aus zu legen, jedoch trieb der Wind seine Spielchen, dass gar nicht erst ein Startversuch unternommen wurde. Nach einer Stunde warten und etlichen Kringeln um das Ausflugsschiff, besetzt mit allen Begleitern und unzähligen Fotoapparaten, ging es wieder zurück an Land. Dort wurde Startbereitschaft bis 16 Uhr ausgegeben. Etwa gegen 15 Uhr fuhr die Wettfahrtleitung wieder raus, um die Bedingungen zu prüfen. Leider hatte sich da nichts zum Positiven verändert, deshalb wurde um 16 Uhr endgültig Schluss gemacht. Alle holten ihre Boote und packten ein.
Abends als es bereits dämmerte, begann die Siegerehrung. Die Dankesreden der Offiziellen waren kurz, dann wurden die Sieger aufgerufen. Als erstes war Klaus dran, der endlich einmal den Holzbootpokal mit nach Hause nehmen durfte.

Während die Sieger und Platzierten zum Podest gingen, wurden Bilder von ihnen aus den Wettfahrten mit einem Beamer auf das Segel eines aufgetakelten Bootes projiziert. Das gab eine sehr feierliche Stimmung, die noch verstärkt wurde als ein Trompetensolo das Ende des International Veterans Cup 2011 verkündete.
Der Abend klang aus in einem fröhlichen Fest im Eventzelt. Eine einheimische Band spielte internationale Hits mit tschechischen Texten. Als die Band eine Pause machte, gab es noch eine Tombola. Ich wurde gleich als erste aus dem Lostopf gezogen, erhielt eine Tüte mit Souvenirs der Region und durfte den nächsten Gewinner ziehen. Das ging so lange bis alle Tüten verteilt waren. Dann spielte die Band wieder auf und es wurde weiter gefeiert und getanzt.
Die Sieger:
Overall Winner:
1. Marek Smešňy CZE
2. Tomaš Krejza CZE
3. Rostislav Mareček CZE

Women:
1. Antje Müller NZL
2. Daniela Zarubova CZE
3. Šarka Bauerova CZE

Master Men:
1. Venca Novotny CZE
2. Pieter van Laer FRA
3. Lech Sztyk POL

Grand Master Men:
1. Carlos Masdevall ESP
2. Miroslav Cenek CZE
3. Bernard Petitbon FRA

Bestes Holzboot:
Klaus Heisinger GER
Wir waren eine tolle Truppe und hatten schöne Tage in Tschechien. Danken möchte ich unseren Begleitern Berit, Horst, Dagmar, Tora und Dieter, die uns die häuslichen Arbeiten abnahmen, die Rollis reichten, bei den Segeln halfen und einfach für gute Stimmung sorgten.
Ute GER91

