Bernstein-Pokal 2011
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- Erstellt am Montag, 28. März 2011 22:11
- Geschrieben von Ute Müller
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Die erste Europe – Ranglistenregatta der neuen Saison ist beendet.
Nachdem seit etwa 2 Wochen das Eis von den Gewässern verschwunden war, gab es kaum noch Zweifel, dass der Bernstein-Pokal stattfinden würde. Mit Spannung hat wohl jeder die ganze vorher gehende Woche die Wetterberichte aller möglichen Quellen stündlich angesehen. Die Prognosen wurden immer durchwachsener, nicht allzu viel Wind, gelegentlich Sonne aber auch Regen mit Schneeschauern und Temperaturen dicht bei 0 Grad. Besonders nachts wieder richtig Frost bis -7 Grad.
So nach und nach trafen alle gemeldeten beim SC Ribnitz ein und nach der Winterpause war die Freude sich wieder zu sehen groß. Dann widmete sich jeder seinem Boot, das teilweise zu einem Puzzle mutierte.
Noch anmelden und anziehen. Das war wohl die schwierigste Angelegenheit. Keiner wollte zuviel anziehen, aber die Angst zu frieren vor allem wegen des angekündigten Regens war größer. So waren wohl die Segeltaschen ziemlich geplündert und alles unter den Troko´s verstaut.
Auf dem Wasser war es eisig kalt und spannend durch ein paar Wettertricks. In der 2. Wettfahrt z.B. gab es Fallböen, verursacht durch Luftströmungen polaren Ursprungs. Das bekamen am heftigsten die 420er zu spüren, wo mitten im Feld 4 Boote einfach umgeschmissen wurden. Die Europes blieben davon zum Glück verschont, aber es war ein trickiges Segeln. Und das, wo außer Martin dieses Jahr noch keiner im Boot gesessen hat. Winddreher segeln mit Michelinmann-Montur ist wirklich ´ne Quälerei.
In der 3. Wettfahrt hatte ich gerade eine Halse beendet, erwischte mich eine ziemlich heftige Bö von Lee und ich landete im Wasser. Zum Glück hatten mein Großbaum und mein Kopf wohl einen Friedensvertrag geschlossen, nur die Schot war nicht so freundlich und wickelte sich um Hals und Füße. Austüdeln und bloß schnell wieder ins Boot, ja nicht an das kalte Wasser denken!
Zwischendurch hat wohl jeder die dunklen Schauerwolken über Land ziehen sehen und gehofft, dass sie schön südlich von Ribnitz bleiben würden. Jedenfalls waren die 4 Wettfahrten ohne Regen oder Schnee oder beides gesegelt und wir durften wieder an Land.
Boote aufklaren, umziehen und ab nach Hause zur Badewanne, schööön ….
Der Sonntagmorgen begann mit der Zeitumstellung auf Sommerzeit, Scheibenkratzen am Auto und ließ uns Schlimmes erwarten. Die mit dickem Reif überzogenen Boote hatte Anja schon in die Sonne gerückt. Trotzdem ließen sich Verschlüsse und Knoten der Persenninge noch kaum öffnen. Darunter war es dann richtig interessant. Mit der Schot schaffte jeder den indischen Seiltrick, Vorleinen waren angefroren und hätten ernste Schäden am Boot verursachen können. Die Boote klebten an den Auflagen vom Rolli, die Klemmen und Blöcke ließen sich kaum bewegen. Mit heißem Wasser, der schon kräftigen Sonne und einziehen der Ersatzschot waren die Boote wieder startklar. Und wieder die Anzieh-Prozedur. Endlich auf dem Wasser in der Sonne, die uns bestimmt für den frostigen Morgen entschädigen wollte, wurde es richtig schön. Der Wind war noch etwas weniger, hatte über Nacht auf südliche Richtungen gedreht und kam nun über die Stadt. Also wieder Winddrehersegeln. Die eine Wettfahrt war schnell gesegelt und die Europes waren die ersten an Land, konnten sich wieder auspellen und in Ruhe einpacken.
Abschließend danke ich allen, die sich von den Temperaturen nicht abhalten ließen und da waren. Besonders aber Katja, die kurz entschlossen die ersten 2 Wettfahrten mitsegelte, um die Ranglistenwertung sicher zu stellen. Anschließend ist sie wieder ihrer Trainertätigkeit nachgegangen. Dirk musste leider passen und war zum Zuschauen verurteilt. Ich hoffe, du kannst bald wieder dabei sein.
Danke euch Ribnitzern, die ihr wohl auch überrascht wurdet von den Teilnehmer- zahlen. Danke an Hütchen unseren Wettfahrtleiter, der einen Superjob gemacht hat und sein Team.
Die Ergebnisse: 1. Fabian Kirchhoff
2. Martin Kotte
3. Anja Fiedler
Ute Müller



