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Der Samurai-Helm - Wanderpreis für den Deutschen Jugendmeister

Nachdruck eines Artikels von Klaus-Dieter Schultz aus der EUROPE-Info 2005

Liebe EUROPE-SeglerInnen,

im EUROPE-Info 2004, S. 59 bat Hanne Jansch um Erklärung zum Wanderpreis der IDJM, dem "eisernen, uralten Hut mit dem asiatischen Touch".

Vor 30 Jahren, exakt im Sommer 1974 fanden auf dem Wittensee bei Eckernförde die IDM und IDJM statt. Der Termin lag 14 Tage vor der WM 1974, die in Norwegen ausgerichtet wurde, und die somit von einigen ausländischen EUROPE-Seglern auf der Durchreise als Trainingsregatta genutzt wurde. So nahm auch der damalige japanische EUROPE-Präsident an der Regatta teil. Um die Internationaliät und die Bedeutung der EUROPE-Klasse für die Jugendlichen zu unterstreichen, stiftete er den "eisernen Hut" als permantenten Wanderpreis der IDJM.

Da mein Sohn Matthias als Austauschschüler ein Jahr in Japan verbrachte, fragte ich ihn nach seinem Wissen über diesen "Kopfschmuck". Hier seine Sicht der Dinge: "Ich kann auf jeden Fall bestätigen, dass es sich um einen Samurai-Helm handelt. Samurai-Kämpfer werden sehr verehrt in Japan und Gegenstände aus dem Umfeld haben hohen Symbolwert. Jungen bekommen zur Geburt eine kleine Samurai-Ausrüstung, bestehend aus Helm, Brustpanzer und Schwert geschenkt. Diese Geschenke werden oft auch zu Erbstücken, so dass eine Rüstung schon mehrere Generationen durch die Familie weitergereicht wurde.

Das dieser Helm nun als Wanderpokal immer weitergereicht wird, entspricht fast der japanischen Tradition. Man könnte meinen, dieser Helm symbolisiert nun die Geburt einer schönen, spannenden und hoffentlich auch erfolgreichen sowie abenteurlichen Segelkarriere.

Übrigens, Mädchen erhalten traditionell japanische Puppen zur Geburt geschenkt. Trotzdem, man muss es mit der Übernahme der japanischen Kultur auch nicht übertreiben. ...

 

Klaus-Dieter Schultz, ehemals GER 1

 

   

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