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Unser Team für die Jugendeuro war schon eine Woche vor dem 1. Start fast vollständig und nutzte die Tage zur intensiven Vorbereitung auf dem Kaminer Bodden. Sascha und Jan holten die Mädels und Jungs zu 2 Einheiten täglich bei unterschiedlichsten Bedingungen auf´s Wasser. Startübungen, Tonnenrundungen, Manöver, kurz alles wurde noch einmal aufgefrischt. In Auswertungen wurde besprochen, was noch nicht geklappt hat und auch viel Lob verteilt für gelungene Übungen. Diese Vorbereitungswoche wurde u.a. durch den DSV/Abt. Jugend finanziell unterstützt.

Mit der Vermessung rückte die Jugendeuropameisterschaft in fühlbare Nähe. Da unser Team den Vermessungsprobelauf absolvieren durfte, ging es für alle sehr flott durch den Parcours. Der überwiegende Teil des Materials passte, nur wenige Teile brauchten Korrekturen.

Mit dem Coach-Meeting begann jeder Wettfahrttag. Die Prognosen für die ganze Woche sagten ein ziemliches Wetterkarussell voraus. Viel Wind mit Sonne, weniger Wind bei bedecktem Himmel, Gewitterfronten mit Hagel, begleitet von ziemlich heftigen Regenfällen und gewöhnungsbedürftigen Tages- und Nachttemperaturen – kurz gesagt Petrus hielt alles für uns bereit. Außer richtiges Sommerfeeling. Die wechselhaften Bedingungen forderten von Allen körperlich und mental hohen Einsatz. Mit vielen einzelnen Top-10-Platzierungen zeigten unsere Mädels und Jungs, daß sie das Zeug haben mitzuhalten. Während einige bei viel Wind ihre besten Platzierungen einfuhren, hatten Andere bei etwas moderateren Bedingungen ihre besten Ergebnisse. Überwiegend aber fehlte es noch an der Beständigkeit über die Serie.

Am Ende waren die Medaillen fest in skandinavischen Händen. Dänemark mit 3 Titeln (Jungen, Mädchen, U17-Jungen, Bronze U17-Mädchen) Schweden (Silber Mädchen und Jungen, Titel U17-Mädchen, Bronze U17-Jungen) und Finnland(Bronze Mädchen, Silber U17-Mädchen) waren die stärksten Nationen. Bis Platz 10 waren auch Spanien, Portugal und Norwegen vertreten. Unsere Segler erreichten bei den Jungen mit Platz 18 (Robert Zink) sowie bei den Mädchen mit Platz 21 (Jessica Timm) die besten deutsche Platzierungen.

Die Europameisterschaft in Kamien Pomorski war eine sehr gut organisierte Veranstaltung in einer sehr modernen Marina. Nur die Slipbahn war etwas speziell. 4 einzeln aufgehängte, große Metallgitter nur teilweise abgepolstert und mit Schwimmkörpern über Wasser gehalten, brachte regelmäßig bei den helfenden Begleitern nasse Füße und bestimmt auch einige „Brüschen“ an Booten, Schwertern und Rudern. Vor allem beim Slippen zeigte sich, wie familiär es bei den Europes zugeht. Jeder half, die Rollis abzunehmen oder zuzureichen, egal ob eigenes oder fremdes Team. Eine kleine Stadt mit Sehenswürdigkeiten und freundlichen Menschen, preiswerten Gaststätten und guten Einkaufsmöglichkeiten ließen die Tage nicht lang werden. Eine Wettfahrtleiterin, die ihr „Handwerk“ beherrschte, sorgte mit einem super Zeitmanagement auf dem Wasser für zügige Abläufe. Den Seglern allerdings vom 1. Start an mit Flagge „U“ zu begegnen, wurde schon bei den Mastern hinterfragt. Daran hielt sie jedoch unbeirrt bis zum Ende fest, wechselte Flagge U nach dem ersten „Allgemeinen“ nur noch auf „Schwarz“. Viele vorherrschende Vorurteile haben sich nicht bestätigt, die Veranstaltungen waren schon vom 1. Tag unserer Anwesenheit sehr gut gesichert. Polizeistreifen mit Auto´s oder auch beritten, zeigten sich regelmäßig. Die Marina verfügt über ein umfassendes Kamerasystem, deren Aufzeichnungen auch nachts überwacht wurden.

Abschließend möchte ich der polnischen Europe-Klasse, der Stadt sowie der Marina Kamien Pomorski für die schöne Veranstaltung danken und würde mich freuen, könnte sich dort eine Europe-Regatta etablieren.

Auch Katja und Sascha hier ein Dankeschön für ihre Betreuung während der Wettfahrtserie.

Und noch ein Spruch zum Abschluß:  Nach der JEM ist vor der JEM.

Ute Müller

 

 

 

 

   

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